Wie steht’s nun wirklich um die Galvanik? Wie geht’s weiter?
Unsere Street-Reporterin Liliane Stadler ist auf Stimmenfang gegangen und hat Informationen & Meinungen rund um das Zuger Kulturzentrum in ihre Sendung gepackt.
Galvanik-Spezial
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Wie steht’s nun wirklich um die Galvanik? Wie geht’s weiter?
Unsere Street-Reporterin Liliane Stadler ist auf Stimmenfang gegangen und hat Informationen & Meinungen rund um das Zuger Kulturzentrum in ihre Sendung gepackt.
Hmmm, ich sehe das so: man wusste doch schon im Voraus dass die feuerpolizeilichen Umständen bedenklich sind, dann hätte man eigentlich schon vorher eine Übergangslösung organisieren können (hat man ja vielleicht auch geplant, allerdings nicht umgesetzt). Anstatt hat man direkt neben der Galvanik die Kollerhalle hingesetzt, welche allerdings ein anderes Publikum anspricht. Weiter ist es natürlich erfreulich dass man eine “Übergangslösung” gefunden hat in der Siemens, nur hat die Sache einige Haken, wie mir scheint. Wie schon im Interview erwähnt, ist es relativ teuer für einen Raum in dem wahrscheinlich vor einigen Monaten noch Chemieabfälle der Siemens entsorgt wurden 600.– Franken hinzublättern, andererseits hat die Stadt die Räumlichkeiten welche noch voneinander (schalldämpfend) abgegrenzt werden müssen (oder ist das mittlerweile geschehen?), da sonst die Bands darin nicht gleichzeitig proben können, nun schon etwa 2 Monate gemietet, aber Proben finden (meines Wissens) noch keine statt.
Dazu kommt noch dass das Gebäude in dem sich die Proberäume befinden früher oder später abgerissen wird (Kündigungsfrist 2 Monate), wie dass von der Siemens geplant ist. Falls etwas davon nicht zutrifft möchte ich mich natürlich dafür entschuldigen aber so habe ich das damals bei der Besichtigung der Räume in der Siemens mitbekommen.
Es ist ja erfreulich dass etwas unternommen wird, aber sehr durchdacht kommt mir die ganze Sache auch nicht vor. So könnte man doch eine Übergangslösung suchen, welche weiter bestehen wird damit es einerseits in Zukunft mehr Proberäume in der Zuger Umgebung gibt (für die es nach meiner Meinung durchaus eine Nachfrage geben würde) andererseits wäre das Geld welches man sowieso in eine Übergangslösung stecken muss langfristiger wertschöpfend. Dass diese Aufgabe schwierig ist, ist klar, wurde doch in Zug in den letzten Jahrzehnten auch in ehemals industriellen Quartieren überall Wohnhäuser hingepflanzt, beziehungsweise gibt es in Zug kaum einen Ort wo ein Proberaumhaus/Kulturtreff nicht störend wirkt, und ich denke dass hat einiges mit der Raumplannung der Stadt der vergangenen 3 Jahrzehnte zu tun. Auch ist es der Fall dass man ältere unbewohnte Gebäude abreisst oder unbewohnbar gemacht um eine allfällige Besetzung wie damals beim Zeughaus zu verhindern. Ich möchte das nicht auf die gleiche Schiene bringen, aber wurde die Galvanik nicht auch ursprünglich besetzt?
Natürlich bringt es in der jetztigen Situation nichts Schuldige zu finden, aber man darf ja wohl noch Kritik äussern können und die Fehler die in der Vergangenheit gemacht wurden beim Namen nennen, sonst wiederholen sie sich nur wieder. Und dass sich die Jugendlichen nicht engagieren kann man wohl auch nicht sagen (siehe http://www.rasmataz.ch, Burning Drop, etc.).
Ich finde es geht nun darum der Politik Dampf zu machen, die Worte der Politiker hören sich meist immer schön an, aber es sind die Taten die zählen. Man muss zeigen dass es vielen Menschen in der Umgebung Zug wichtig ist ein solches Jugendzentrum zu erhalten, welches nun mit einer Petition versucht wird. Die Zuger Kultuhr tickt: Freitag 11./Samstag 12. April in der Galvanik!!!
Dass für viele Bands noch keine Alternative zu den Galvanik-Proberäumen in Aussicht steht, stimmt. Aber oft wird halt IRGENDetwas gemacht, damit man sich wieder entspannt zurückliegen kann. Das machen nicht nur einige Politiker, sondern auch Leute im Vorstand der Galvanik.
Dass Zug eine Kultur hat und dass diese ihren Raum einfordern sollte und einfordern wird, sollte allen klar sein. Auch denen, die nur daran interessiert sind, dass die Galvanik in 3 bis 4 Jahren in neuem schmucken Glanz da steht. Doch was ist mit der Überrgangszeit?! Wohin gehen die jungen Leute in diesen 3–4 Jahren? Eins ist klar: Kultur lässt sich weder vertreiben, wie es von vielen Einwohnern und Politikern erwartet wird (und auch in der Vergangenheit versucht worden ist), noch lässt sie sich zusammenpferchen. Zug darf nicht von TRAINTOWN zu einem langweiligen, übergreisten und rein kommerziell geprägten TRADETOWN und Yuppies-Nest verkommen. Privatanlässe und Konzerte mit 20 Nasen in der Chollerhalle können nicht unsere Zukunft bedeuten.